Dogs, Bones and Catering startet in die sechste Runde. Für das originellste Filmfest für Filmselbermacher Sachsens (mindestens) findet am 9.4. die Auslosung statt. Punkt 21 Uhr beginnt das Anmeldeverfahren, um 24 Uhr  folgt die Auslosung der Themen und der offizielle Startschuss für die Produktion der Filme. Austragungsort wird die bis dahin eröffnete neue Bar Holda, Martin-Luther-Platz 4, in der Dresdner Neustadt sein.

Abgabetermin für die fertigen Filme ist der 11.4., wiederum in der Bar Holda. Am 16.4. folgt schließlich die Gala-Nacht der Macher, diesmal in der Schauburg. Moderiert wird das Ganze von Christian Meyer (The Fuck Hornisschen Orchestra). Ab 20 Uhr sind die Filme zu sehen, danach werden die Preise vergeben und dann dürfen alle feiern. Dazu lässt sich gleich die Zugabe zum dritten Platz verwenden: Schließlich stiftet die Adler Brauerei Coswig drei Kästen Lößnitz-Pils, obendrauf gibt es den Bronzenen Knochen. Der Sieger bekommt diese Trophäe natürlich in Gold und darf seinen Streifen bei den Filmnächten am Elbufer präsentieren. Der Zweitplatzierte, der mit dem Silbernen Knochen, darf mit seinem Werk die Leinwand der Schauburg beflimmern. Und einen Sonderpreis soll es auch noch geben…

Der Hamburger Indie-Rocker Siebeth (Ex-Pornomat) hat diverse Kollegen für ein wässriges Liedprojekt zusammen getrommelt. Als Gänge Allstars wollen die 18 beteiligten Musiker Spenden für ”Viva con Agua” ersingen.  “Ein Song kann die Welt nicht verändern, aber die Menschen, die ihn hören”, so Siebeth. “Die Gänge Allstars tun das mit dem, was sie am besten können: Musik machen und singen. ” Der Titel des Benefizsongs ist “Komm in die Gänge”, wird über die gängigen Internet-Formate (MySpace, YouTube etc.) verbreitet, ist zunächst gegen eine freiwillige Spende zugunsten von “Viva con Agua” als Download erhältlich. Ein Video ist online und ein Making-Of wird folgen.

Beteiligt bei den Gänge Allstars sind außer Siebeth noch Neil Hickethier, Christian Venus, Lesley & Björn Maass (Der Fall Böse), Tadday, Catharina Boutari, Duncan Townsend, Katrin Wulff, Marten (One Fine Day), Chris Buseck, Michael Zlanabitnig (The Life Between), Martin Kilger, Marcel Blunk (Balboa Inn), Herr Olsen, Crille, Tim Willig und Martin Schroeder.

Ihre Musik begleitet Modenschauen, Vernissagen und Dokumentarfilme, ihre Videos werden auf Film-Festivals gezeigt und im Auftrag der deutschen Kultur tourten sie mit ihrem subtilen Elektro durch Südostasien. Die Düsseldorfer Band Kreidler werkelt seit 15 Jahren im Stillen. Und genau dieser zurückgenommende Arbeitsstil lässt den Hörer erstmal ratlos zurück. Blass und übernächtigt entfalten sich die neun Songs auf ihrem neuen Album “Mosaik 2014″, der Sound steckt irgendwo zwischen den überlebensgroßen Kraftwerk, New Wave und entspannter Lounge-Musik. (weiterlesen…)

Gerade noch in der Arena…

… und jetzt schon wieder vor dem Computer – Wunderwelt der Technik. Brian Molko und seine Kollegen haben ein großes Konzert mit mieser Akustik gegeben. Für die Akustik in der Leipziger Sportarena konnten sie nichts, die ist immer so. Es entschädigten die Titel: Das neue Album “Battle for the Sun” hoch und runter gespielt, alte Kracher, und die Rede ist hier nicht allein von “Every you, every me”, sondern auch von “Meds” und  “Infrared” etc. etc. Das Publikum ging begeistert mit, große Augen bei kleinen, blonden Frauen, als Placebo die Bühne betreten, erschütterte große Männer, als die ersten Riffs erklingen. Molko hatte tatsächlich einen Deutschkurs belegt – offenbar war er der Streber seines Kurses. Flackernde Lichtershow und eine Placebo-Kurzfilmfestival zur Überbrückung der Umbauarbeiten. Die kam nicht ganz so gut an, wie die Jungs das vielleicht gehofft hatten. Nach “Expatriates”, der Vorband, dürstete den Fans eben nach Musik, die nicht wie U2 und Simple Minds klingt. Das ist nachvollziehbar. Wer einen genaueren Eindruck vom Konzert haben möchte, kann hier unseren Twitter-Stream nachlesen. Ansonsten steht am Montag eine kurze Rezension in der Sächsischen Zeitung. Wir wünschen gut zu ruhen und betten unsere müden Knochen – till the bitter End.

Alles andere als gewöhnliches Gitarrenspiel

Sein Schlag auf den Gitarrenkorpus klingt beinahe so satt wie der Bass einer Cajon. Petteri Sariola holt mehr aus seinem Instrument raus, als die meisten seiner Kollegen. Er verlässt sich auf die Klang- und Geräuschmöglichkeiten der akustischen Gitarre. Und kommt damit dem Unmöglichen sehr nahe: Ohne die Unterstützung andere Musiker und Instrumente den Sound einer vollbesetzten Band zu erzeugen.

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Big Boy setzen ganz auf Werbung. Die Goth-Rocker, die am 22. Januar im Dresdner Club Puschkin spielen werden, verteilen gerade ihr neues Album “Ponygirl” kostenlos übers Netz. Nicht als Download, sondern tatsächlich das komplette Album auf CD. Das Ganze ist letztlich werbefinanziert und soll den Musikern so die größtmögliche künstlerische Freiheit und den Käufern ein Superschnäppchen bieten.  Das Verfahren erklären die Musiker selbst so:  “Du bekommst das neue Ponygirl-Album 100% kostenlos, ohne verdeckte Kosten zugesendet. Du gibst uns die Erlaubnis, dir in unregelmäßigen Abständen Werbung zuzusenden und erlaubst uns, deine Daten auch an eine ausgewählte Liste seriöser Firmen weiterzugeben, die ebenfalls zu klar definierten Werbezwecken an dich herantreten dürfen. Eine darüber hinausgehende Weitergabe deiner Daten erfolgt nicht. Wir halten uns strikt an die neuen Datenschutzgesetze. Die Werbeerlaubnis kannst du jederzeit widerrufen.” Ob das nun der Plattenvertriebs-Weisheit letzter Schluss ist, wird sich zeigen.

The Killers haben am 5. und 6. Juli des Jahres in der Londoner Royal Albert Hall zwei Konzerte gegeben. Weil da kaum  jemand  aus der Gegend dabei war, gibt es nun verspätet immerhin einen Eindruck von der Show für alle Fans der Combo. Denn am 8. November wird MDR SPUTNIK ab 18 Uhr einen Zusammenschnitt dieser Gigs senden.  Zeitgleich ist dieses Konzertereignis als Videostream auf der Website des Senders zu sehen.

 

“Die Rolle des Festivals muss neu überdacht werden”

Für alle, die lieber hören als lesen, findet sich hier noch einmal das Interview mit Claas Danielsen, dem Leiter des Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm, kurz DOK, in voller Länge – ganze siebzehn Minuten und dreiunddreißig Sekunden blanker Hörgenuss. Vor der DOK ist nach der DOK. Der Festivaldirektor hatte wenig Zeit, spricht mit uns dennoch recht ausführlich über die Auswirkungen der neuen Medien auf den Dokumentarfilm, über die Zukunft des Festivals und die des Nachwuchses. Viel Vergnügen beim Hinhören. (weiterlesen…)

Es ist kein Spaß

Wirklich nicht. Aber es ist interessant, spannend, mitreißend, hin und wieder langweilig, auch anstrengend und nervtötend so viele Filme wie möglich beim DOK-Festival Leipzig sehen zu wollen (DOK twittert auch). Und am Ende des Tages ist der angestrengte Journalist auch leidlich gaga, ein bisschen wirr im Kopf. Darum hier nur eine stakkatohafte Zusammenfassung der vergangenen zwei Tage: (weiterlesen…)

Wir beginnen mit einer leichten Lockerungsübung

… und zitieren erst einmal ausführlich aus der Stellenausschreibung des Filmfestes Dresden:

“Wer schon immer einmal ganz dicht dran sein wollte an der internationalen Kurzfilmwelt, der bekommt dazu beim 22. Filmfest Dresden Gelegenheit. Denn wir laden am 9. und 10. November zum Moderatoren-Casting in das Thalia Kino ein. Dort dürfen Bewerber vor einer Fachjury zeigen, was sie können. Und zwar unter Realbedingungen. Zu den Aufgaben gehören die Anmoderation eines Kurzfilms sowie das Führen eines kleinen Interviews sowohl in deutsch als auch in englisch. Wer Feuer und Flamme für Filme ist, aus Dresden oder Umgebung kommt und zwischen dem 20. und 25. April 2010 Zeit hat, bekommt die Chance, einmal als Moderator im Rampenlicht zu stehen. Als Lohn winken neben einem Honorar das Zusammentreffen mit Stars und Sternchen der Kurzfilm- und Kulturszene sowie die Ehre, Teil des höchstdotierten europäischen Kurzfilmfestivals zu sein.

Bewerbungen bitte bis 30.10.2009 per E-Mail an: job@filmfest-dresden.de.

Fragen beantworten wir gern unter 0351-8294710.”

Damit wäre dann im Grunde genommen alles gesagt. Über die Bewerber, das Casting und die neuen Helden des Moderationsgewerbes werden wir an dieser Stelle und im Gedruckten berichten. Viel Erfolg wünschen wir.

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